Die Schulgewerkschaft GBW im AGB begrüßt die Entscheidung der Landesregierung mehr Geldmittel für die Verhandlungen zum Kollektivvertrag für die Lehrpersonen der staatlichen Schulen für die Jahre 2022, 2023 und 2024 zur Verfügung zu stellen, betont aber gleichzeitig, dass die Rechnung (noch) nicht aufgeht!
Dies ist ein Teilerfolg des Streiks vom 10. Dezember, der die Gleichstellung mit den Landesbediensteten eingefordert und vor allem an der deutschen Schule eine hohe Beteiligung gesehen hat.
Im Verhandlungstriennium 2019-2021 haben sich die Unterschiede in der Behandlung noch weiter verschärft, die Lehrer:innen der staatlichen Schule haben im Durschnitt eine Erhöhung von monatlich 58 Euro brutto erhalten, circa ein Viertel dessen, was die Landesbediensteten insgesamt im bereichsübergreifenden Kollektivvertrag erhalten haben.
Im Mai 2021 hat sich die Landesregierung mit einem Einvernehmensprotokoll dazu verpflichtet, die Unterschiede aufzuheben, aber die bereitgestellten Mittel reichen - trotz der Verdoppelung im Vergleich zu denen des Stabilitätspaktes vom Dezember – noch nicht aus, das versprochene Ziel zu erreichen.
Durch die Bereitstellung neuer Geldmittel stehen nun 20 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung.
Um die Unterschiede des Zeitraums 2019-2021 auszugleichen, wären unmittelbar mindesten 60 Millionen nötig.
Um ein weiteres Auseinanderdriften in Zukunft zu verhindern, wären rund 30 Millionen jährlich nötig, die bereitgestellten Mittel decken bisher aber nur zwei Drittel ab.
Vergleichstabellen zwischen nötigen Kosten und angekündigten Geldmitteln hier: